7 Fototipps für Botswana

7 Fototipps für Botswana

1. Nashörner in der Khama Rhino Sanctuary

Fotografiert mit Canon EOS 7D

Dem Khama Rhino Sanctuary ist es zu verdanken, dass es heute noch Nashörner in Botswana gibt. Auf diesem Gelände wurden und werden die letzten Exemplare des Spitz- und Breitmaulnashorns vor Wilderern geschützt. Die Population ist seither wieder angestiegen.

Das Khama Rhino Sanctuary ist rund 8.000 ha groß und beherbergt derzeit (März 2020) vier Spitzmaulnashörner und 30 Breitmaulnashörner. Eine Sichtung von Breitmaulnashörner ist also so gut wie sicher. Die Tiere sind an Autos gewöhnt und grasen oft nahe an der Sandpiste. Als Selbstfahrer hat man jede Menge Zeit um die seltenen Nashörner zu fotografieren.

Am Gelände gibt es auch einen „Bird Hide“, eine Art Holzverschlag an einem Wasserloch. Wer Geduld und etwas Glück hat, bekommt sogar ein Nashorn beim Trinken vor die Linse.

2. Kubu Island in der Makgadikgadi Pan

Fotografiert mit Canon EOS 7D

Kubu Island ist eine Erhebung in der Makgadikgadi Salzpfanne. Ist das Wasser ausgetrocknet, kann man mit seinem Allradfahrzeug durch die weite Salzpfanne zur „Insel“ fahren. Hier sollte man mindestens zwei Nächte am Campingplatz einplanen. Die Infrastruktur des Stellplatzes beschränkt sich zwar auf ein Plumpsklo, die traumhafte Landschaft lässt einem diesen Umstand aber schnell vergessen. Fantastisch zu fotografieren sind die imposanten Baobabs im Abendlicht.

Kubu Island ist nur rund 1 km lang. Ist man erst einmal hier, kann man das Gebiet sehr gut zu Fuß erkunden. Unvergesslich ist der nächtliche Sternenhimmel. Fernab der Zivilisation ist Kubu Island einer der besten Plätze in Botswana um Mond, Planeten und Sterne zu fotografieren.

3. Bootsfahrt auf dem Chobe River

Fotografiert mit Canon EOS 7D

Viel bequemer kann man nicht auf Safari gehen. Im schönen Morgen- und Abendlicht kreuzen Boote unterschiedlicher Größe auf dem Chobe River. Flusspferde tummeln sich im Wasser, Elefanten nehmen ein Bad, Krokodile liegen am Flussufer, Antilopen kommen zum Trinken an den Chobe und darüber kreist eine artenreiche Vogelwelt.

Vom Boot aus lässt sich die vielfältige Tierwelt bequem fotografieren. Ich bevorzuge das Boot der Chobe Safari Lodge. Man muss auch kein Gast der Lodge sein. Das Boot bietet viel Platz und Raum für ungestörtes fotografieren. Ein fachkundiger Guide gibt Informationen zu den Tiersichtungen. Aus meiner Erfahrung ist es relativ ruhig an Board. Auf anderen Booten zählt oft mehr der Fun-Faktor. Wer möchte, kann am Chobe River auch ein privates Boot chartern.

4. Großkatzen in der Region Savuti

Fotografiert mit Canon EOS 7D

Savuti nennt sich eine Region mitten im Chobe Nationalpark. Schon die abenteuerliche Anfahrt durch tiefe Sandpisten ist ein Erlebnis. Savuti verspricht weniger Besucher und mehr Großkatzen als in der Region um Kasane direkt am Chobe River.

Ich persönlich konnte an einem einzigen Nachmittag zwei Geparden, eine Löwin und einen Leoparden beobachten. Gute Chancen auf Katzensichtungen bestehen hier in den afrikanischen Wintermonaten, wo die Tiere zu den Wasserlöchern kommen. In der regenreichen Sommerzeit verteilen sich die Tiere meist über das gesamte Hinterland.

5. Flug über das Okovango Delta

Fotografiert mit Canon EOS 7D

Der Ort Maun ist Ausgangspunkt für eine Fotosafari in das Okovango Delta. Direkt am Flughafen von Maun bieten mehrere Unternehmen Rundflüge über das Delta an. Schon die Landschaft alleine rechtfertigt bereits einen Rundflug mit einer Cessna. Zusätzlich bekommt man die Möglichkeit, Giraffen, Elefanten, Zebras und Co aus der Luft zu fotografieren.

Flüge mit einem Hubschrauber bieten noch bessere Möglichkeiten zum Fotografieren. Wenn man das nötige „Kleingeld“ hat, chartert man idealerweise einen eigenen Helikopter.

6. Central Kalahari Game Reserve

Fotografiert mit Canon EOS 7D

Die Reisezeit im Central Kalahari Game Reserve ist entscheidend, welche Tiere sich sehen lassen werden. Die spannendste Zeit in diesem großen Park sind die Monate Jänner bis April. Meist bekommen die Löwinnen in dieser regenreicheren Zeit ihre Babys. Mit viel Glück gelingt einem ein Foto mit Löwen samt Nachwuchs.

In den trockenen Wintermonaten wird es im Park sehr ruhig. Ich war einem Tag rund zwölf Stunden mit meinem Landcruiser unterwegs und habe keinen einzigen Menschen gesehen. Die Sichtung von Tieren war leider auch sehr spärlich. Am häufigsten entdeckte ich Löffelhunde.

7. Kgalagadi Transfrontier Park

Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Der Kgalagadi Transfrontier Park ist ein mit Südafrika grenzüberschreitender Nationalpark im Südwesten von Botswana. Dieses Gebiet steht bei einer Botswanareise selten am Programm und ist sozusagen ein Geheimtipp für Botswanareisende. Löwen nutzen die Wasserstellen auf den wenigen Camping-Stellplätzen im Park zum Trinken. Man campt also in guter Nachbarschaft mit Leoparden und Löwen.

Einen ganzen Nachmittag konnte ich eine trächtige Löwin auf einem Stellplatz beobachten. Das Tier hatte sich von ihrem Rudel getrennt. Es lag mit dickem Bauch und einer Hechelatmung unter dem Dach, das als Sonnenschutz für den Campingplatz gedacht ist. Danach folgte ich rund 30 Minuten einer Leopardin, die ihr Revier abging.

Franz Roitner
Alle Fotos und Text von Franz Roitner

Elefant in Südafrika

Big 7 in Südafrika

Neben den bekannten Big 5 (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard) gibt es immer wieder eine Auflistung der Big 7. Die zwei zusätzlichen Tiere variieren je nach Land, Nationalpark oder Safari-Guide. Wal und Weißer Hai, Schimpanse und Gorilla oder Gepard und Wildhund findet man sehr oft vor. In diesem Artikel beschreibe ich „meine“ Big Seven:

1. Elefant

Elefant in Südafrika
Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Das größte Landsäugetier kommt in Südafrika sehr häufig vor. Im Addo Elephant Park oder im Kruger Nationalpark gibt es viele Gelegenheiten eine Elefantengruppe oder einen allein lebenden Elefantenbullen zu fotografieren. Die Tiere sind zwar groß, aber auch sehr gut getarnt. Es kann vorkommen, dass man im Safariauto an dichtem Gebüsch vorbeifährt und sich dahinter eine Gruppe Elefanten mit ihren Jungtieren befindet. Deshalb: Augen auf!

Mein Tipp für Selbstfahrer: Elefanten haben immer Vorrang, und diesen nehmen sie sich auch. Je nach Verhalten des Tieres sollte man genügend Abstand halten und gegebenenfalls das Auto zurückschieben. Ich habe erlebt, dass eine Herde von Elefanten die Straße über eine Stunde blockiert hat.

2. Löwe

Löwe in Südafrika
Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Löwen leben grundsätzlich im Familienverband. Entdeckt man einen Löwen, so sollte man unbedingt Ausschau nach weiteren Tieren halten. Der König der Tiere kennt seine Überlegenheit und ist daher auch selten scheu. Meist bleibt genügt Zeit um das einzelne Tier oder das Rudel zu fotografieren. In der Hitze des Tages liegen Löwen meist im Schatten. Im hohen Gras sind die Tiere dann extrem gut getarnt. Eine gute Gelegenheit für Beobachtungen sind Wasserlöcher. Löwen kommen mehrmals am Tag zum Trinken und besuchen oft die gleichen Wasserstellen. Die beste Tageszeit für Löwenbeobachtungen ist die Zeit um den Sonnenaufgang und -untergang.

3. Nashorn

Nashorn Südafrika
Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Beim Nashorn unterscheidet man das Breitmaul- und das seltenere Spitzmaulnashorn. In manchen Tierparks werden die Hörner der Tiere abgesägt. Diese Maßnahme soll das Überleben der Tiere sichern. Tiere ohne Horn sind für Wilderer nutzlos.

Ein Foto von einem Nashorn mit abgesägtem Horn ist natürlich wenig attraktiv. Im Kruger Nationalpark zeigen sich die Tiere derzeit in voller Pracht. Bei den Jungtieren ist das Horn noch klein oder noch gar nicht sichtbar. Im Marakele Nationalpark leben besonders entspannte und nicht enthornte Exemplare. Sie machen sich manchmal auf dem Campingplatz gemütlich.

4. Leopard

Leopard in Südafrika
Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Für eine Leopardensichtung braucht man viel Glück. Die Tiere leben entweder alleine oder man trifft auf eine Mutter mit ihren Jungen. Leoparden sind besonders scheu. Meist verstecken sie sich untertags. Sie sind sehr gute Kletterer und verbringen viel Zeit auf Bäumen. Um einen Leoparden auszumachen sollte man daher auch immer die Baumkronen beobachten.

Ein beliebter Baum bei Leoparden ist der Marula Baum, der mit seinen weit ausladenden Ästen einen idealen Schlafplatz bietet. Tipp: Hängt ein Beutetier, zum Beispiel eine Antilope auf einem Baum, dann ist der Leopard nicht weit. Leoparden bringen ihre Beute oft auf Bäumen in Sicherheit. Dort können sie das Tier ungestört von Löwen oder Hyänen fressen.

5. Büffel

Büffel in Südafrika
Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Büffelherden sind meist sehr groß. Nur manchmal trifft man auf zeitweise allein lebende männliche Büffel. Beide Geschlechter tragen Hörner. Bei älteren Bullen wachsen die Hörner zu einer dicken Platte auf der Stirn zusammen, das Gehörn ist größer und schwerer. Die stärksten Tiere mit den größten Hörnern verteidigen die Herde. Sie drehen sich deshalb zum Safariauto und starren Richtung Auto. Dieses Verhalten bietet eine gute Gelegenheit für imposante Fotos. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte eine möglichst große Distanz zu den Büffeln halten. Vor allem die Bullen reagieren oft sehr aggressiv.

6. Gepard

Gepard in Südafrika
Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Wer gerne Tiere in Bewegung fotografiert, wird mit Geparden viel Freude haben. Geparden sind schnelle, aber nicht besonders gute Jäger. Man sieht sie oft im Verbund von zwei oder drei Tieren. Gemeinsam gehen sie auf die Jagd und pirschen sich von mehreren Seiten an die Antilopen an. Bei einem Blitzangriff laufen Geparden über kurze Distanzen über 100 km/h. Antilopen sind fast genauso schnell, aber um einiges ausdauernder. Geparden auf Beutejagd zu erleben sind ein Highlight in der Tierfotografie.

7. Flusspferd

Fotografiert mit Canon 5D Mark IV

Der Name Big 5 kommt historisch aus der Großwildjagd. Der Begriff bezeichnet die Tiere, die am schwierigsten zu erledigen waren. Fotografen haben mit der Jagd meist nichts gemeinsam und so erweitere ich die Big 5 mit dem Flusspferd. „Big“ sind diese Tiere auf jeden Fall und die Sichtung eines Hippo gehört bei einer Afrikareise einfach dazu.

Flusspferde lassen sich meistens sehr einfach fotografieren. Nachdem sie die gesamte Nacht zur Nahrungsaufnahme unterwegs sind, liegen sie untertags am oder direkt im Wasser. Oft sieht man nur die Augen und die Ohren aus dem Wasser ragen. Mit etwas Glück zeigen männliche Tiere ihre Dominanz und reißen ihre Maul weit auf. Beim sogenannten „Gähnen“ zeigen die Flusspferde ihre bis zu 30 cm aus dem Zahnfleisch zeigenden Eckzähne. Wer sich Zeit lässt und Geduld hat, dem ist ein Foto mit den langen Hauern sicher.

Franz Roitner
Alle Fotos und Text von Franz Roitner

Mount Haguro

7 Fototipps für Japan

1. Aufstieg auf den Mount Haguro

Mount Haguro
Fotografiert mit Samsung Galaxy S9

Für den Aufstieg auf den Mount Haguro sollte man sich mindestens zwei Stunden Zeit nehmen. Der Weg führt über 2400 Stufen durch einen wunderschönen Zedernwald. Am Beginn des Pilgerweges steht mitten zwischen den Bäumen eine fünfstöckige hölzerne Pagode aus dem Jahr 937. Immer wieder wandert der Besucher an Shinto-Schreinen vorbei, die bis man das Ziel erreicht. Zu Fuß geht man entweder den gleichen Weg retour, oder man nimmt den Bus. Dieser fährt den Wanderer an den Startpunkt zurück.

2. Der Fushimi Inari-Taisha Schrein in Kyoto

Kyoto
Fotografiert mit Samsung Galaxy S9

Früh aufstehen lohnt sich. Am besten besucht man den Fushimi Inari-Taisha Schrein bei Sonnenaufgang, denn ansonsten wird es schwierig, die roten Toriis ohne andere Besucher zu fotografieren. Wer jedoch später kommt und sich genügend Zeit nimmt, wandert weiter hoch auf den Berg, dort wird es erheblich ruhiger. Über 10.000 rote Toriis haben sich entlang des Weges in Szene gesetzt. Sie bieten sowohl beim Aufstieg als auch beim Abstieg spannende Fotomotive. Die gesamte Shinto Stätte kann man übrigens auch in der Nacht besuchen. Tipp: Unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen.

3. Ein Sumo Ringer Turnier besuchen

Fotografiert mit Lumix TZ101

Sechs Mal pro Jahr turnieren die besten Sumo-Ringer Japans für jeweils zwei Wochen in Tokio, Osaka, Nagoya und Fukuoka. Tickets kann man vorab reservieren oder man stellt sich früh morgens zum Ticketschalter, wo täglich 200 Last Minute Karten verkauft werden. Das Turnier geht über den ganzen Tag. Die Sitzplätze der Last Minute Tickets sind zwar ganz oben auf den letzten Rängen, doch bis die Hauptkämpfe am Nachmittag beginnen, dürfen sich die Besucher auf den vorderen Plätzen am Ring platzieren. Nur in den ersten paar Reihen ist fotografieren verboten.

4. Der Vulkan Sakurajima bei Kagoshima

Fotografiert mit Samsung Galaxy S9

Um einen Vulkanausbruch in nächster Nähe zu erleben, gehört eine Portion Glück. Die Aktivität des Sakurajima ändert sich nämlich ständig. Am besten man erkundigt sich vorher, wie aktiv der Vulkan ist. Besucher mit einem Auto können den Vulkan auf einer Ringstraße umrunden, so hat man als Fotograf den ganzen Tag optimales Licht zum Fotografieren. Tipp: Achtung vor der herumfliegenden Asche.

5. Die Thunfischversteigerung in Katsuura

Fotografiert mit Samsung Galaxy S9

Ein guter Ort um eine Thunfischversteigerung zu beobachten ist der kleine Hafenort Katsuura. Früh morgens legen die Fischerboote an und laden mit kleinen Kränen den heutigen Fang aus. Anders als in Tokio ist man mitten im Geschehen und kann dem Thunfischhandel aus nächster Nähe beiwohnen. Hungrige Fotografen können im Anschluss der Versteigerung in der kleinen Markthalle daneben fangfrisches Thunfisch-Sushi zum Frühstück verspeisen. Frischer und besser geht es nicht mehr.

6. Besuch der Kunstinsel Naoshima

Fotografiert mit Samsung Galaxy S9

Die Kunstinsel Naoshima gehört zu den Seto-Inlands-Inseln. Zu Fuß, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad ist die kleine Insel leicht zu erkunden. Immer wieder stößt man auf Kunstwerke und Museen. Obwohl in allen Museen fotografieren verboten ist, gibt es genügend Fotomotive. Wer nicht genug von Kunst und Kunst im öffentlichen Raum bekommt, reist mit der Fähre weiter auf die Inseln Teshima und Inujima.

7. Yokohama bei Nacht

Fotografiert mit Samsung Galaxy S9

Die Hafenfront von Yokohama ist ideal für einen Abendspaziergang. Am besten man besucht den Yokohama Landmark Tower natürlich zur blauen Stunde. Bei guter Sicht hat man von oben sogar einen Blick auf den Mt. Fuji oder bis nach Tokio. Eindrucksvoll ist vor allem der Blick in die Bay von Yokohama. Am Hafen befindet sich das Nippon Maru Segelschiff und das sensationell beleuchtete Riesenrad der Stadt.

Franz Roitner
Alle Fotos und Text von Franz Roitner